Lexikon Definition für Empfängnisverhütung

Empfängnisverhütung:
Kontrazeption, Geburtenkontrolle, Geburtenregelung: Verhinderung einer ungewollten Schwangerschaft aus unterschiedlichen Gründen; diese können sozialen, wirtschaftlichen oder medizinischen Ursprungs sein; es gibt sechs verschiedene Methoden der Empfängnis- verhütung: 1. Natürliche Methoden: Bestimmung der unfruchtbaren Tage einer Frau durch Hormonmessung mittels Teststreifen im Urin, Messen der Basaltemperatur am Morgen, Billings-Methode (Zervikalschleim beobachten), Knaus-Ogino Methode (anhand Kalender die unfruchtbaren Tage ausrechnen) oder die Kombination von Billings- und Themperatur Methode; weiter gibt es die sehr unsichere Methode Coitus interruptus (Samenerguß ausser- halb der Scheide). 2. Mechanische Methoden sollen das Eindringen der Spermien in die Scheide verhindern, zum Beispiel durch Verwendung von Kondomen, Ferridomen, Diaphrag- men.Portiokappen oder Kombinationen aus Barriere und Spermizid. 3. Hormonelle Verhü- tung durch Ovulationshemmer, zum Beispiel Pille, Dreimonatsspritze, Vaginalring, Hormon- pflaster, Implanon, Hormonspirale, Pille danach. Hormonelle Verhütungsmethoden gibt es nur für Frauen. 4. Chemische Methoden, wie Salben, Cremes, Schaumtabletten oder Scheidenzäpfchen mit Spermiziden. 5. Intrauterinpessare: Kupferspirale oder -kette wird in die Gebärmutter eingesetzt und sondert sperienabtötenden Kupfer in kleinsten Mengen ab. 6. Chirurgische Methoden: Sterilisation der Frau durch Abtrennen oder Abbinden des Eileiters bzw. Vasektomie (Durchtrennung des Samenleiters beim Mann).

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