Lexikon Definition für Fette

Fette: (1.)
Fette und fette Öle, gemischte Ester von Glycerin und höheren Monocarbon- säuren mit geradzahligen Kohlenstoffatomen (Fettsäure, Triglyceride); je nach dem ob der Aggregatzustand bei Raumtemperatur fest, halbfest oder flüssig ist, spricht man von Fetten oder von fetten Ölen; Fette sind nicht in Wasser löslich, sehr wohl allerdings in Benzin, Ether, Schwefelkohlenstoff und Tetra- chlorkohlenstoff; Fette kommen sowohl bei Menschen als auch bei Tieren (Fettgewebe, Speck) und Pflanzen (Samen, Früchte) vor; für die Fetther- stellung werden tierische Fette (aus dem Fettgewebe oder aus Milch) oder pflanzliche Fette (Pressen von Ölpflanzen oder Herstellung durch Extrak- tion mit Dampf) verwendet; frische reine Fette sind farb-, geruch- und ge- schmacklos, werden aber mit der Zeit aufgrund der chemischen Veränderung (Luft, höhere Temperaturen, Wasser) ranzig; es gibt verschiedene Öle, wie zum Beispiel nicht trocknende Öle (Palmöl, Olivenöl), halbtrocknende Öle (Leinöl, Nussöl), Tieröle (Tran) und Tierfette (Milch, Schmalz); werden im menschlichen Körper gebraucht als Energielieferant, zur Kälteisolation, um zum Beispiel Vitamine zu lösen, um innere Organe und Nerven zu schützen oder als Bestandteil von Zellmembranen; sind mit den Kohlenhy- draten sehr wichtige Energiespeicher und haben einen sehr hohen Brenn- wert; werden außer als wichtiger Bestandteil der Ernährung auch in der Technik (Schmiermittel) verwendet und dienen als wichtiger Rohstoff; in der Lack-, Linoleum- und Textilindustrie finden trocknende Öle Verwendung.
Fette: (2.)
Christian, geboren am 1.2.1895 in Bremen, gestorben am 26.10.1971 in Benrath-Much; war Führender der Gewerkschaft und Vorsitzender der Ge- werkschaft von Industrie, Druck und Papier, später des DGB.

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