Lexikon Definition für Fliegenpilz

Fliegenpilz:
Fliegenschwamm, Amanita muscaria; aus der Gattung der Wulstlinge und Ordnung der Blätterpilze; ähnlich giftiger Pilz wie der Knollenblätterpilz; der Hut des Fliegenpilzes ist bis zu 18 cm groß, knallrot mit weißen Tupfen (Reste von Hüllhaut, die bei Regen verschwinden); er hat weiche, weiße Lamellen, und einen bis zu 20 cm langen und bis zu 3 cm dicken runden Stiel, der zum Hut hin breiter wird; wächst im Sommer vor allem in Laub- und Nadelwäldern, vor allem unter Birken oder Fichten; das Gift ist die Ibotensäure, die vor allem in der Haut und im Fleisch vorkommt; Vergiftungserscheinungen zeigen sich nach einer halben Stunde bis zu drei Stunden; diese sind zum Beispiel Verwirrung, Sprach- und Sehstörung, Unruhe, Gleichgültigkeit, rauschähnliche Symptome, welche als Pantherina Syndrom bezeichnet werden; trotz der Giftigkeit wird und wurde der Fliegenpilz auch als Nahrungsmittel verwendet (durch das Entfernen der Haut am Hut, welche die Giftstoffe beinhaltet); außerdem dient er in einigen Regionen als Rauschmittel; zählt zu den beliebtesten Glückssymbolen (neben Hufeisen und vierblättrigem Kleeblatt).

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