Lexikon Definition für Habsburger

Habsburger:
Adelsgeschlecht in Europa; abgeleitet von der Stammburg der Herrscher, der Habsburg in der Schweiz; die Habsburger regierten jahrhundertlang in Österreich, Böhmen und Ungarn, teilweise auch in Spanien und Portugal; Guntram der Reiche gilt als Großvater von Bischof Werner von Straßburg, der um 1020 die Habsburg baute, als ältestes Mitglied des Herrschergeschlechts; erstmalige Nennung des Namen Habsburg war im Jahr 1090 mit Otto II, Graf von Habsburg; im Laufe der nächsten zwei Jahrhunderte wurden die Besitztümer der Habsburger immer größer (Oberelsass, Schweiz); vor allem durch den Untergang der Staufer kamen die Habsburger unter Rudolf I. zu noch größeren Besitztümern (Böhmen, Österreich, Steiermark); im Jahr 1379 wurde das Haus in die österreichische (Albertinische) und die steirische (Leopoldinische) Linie geteilt; Maximilian I heiratete Maria von Burgund im Jahr 1482 und die Habsburger begannen, auch durch Heiratspolitik, ein Weltreich aufzubauen; die Habsburger waren auch Herrscher des Heiligen Römischen Reiches; die österreichische Linie erlosch mit dem Tod von Karl VI; durch die Heirat von Maria Theresia mit Franz Stephan von Lothringen (Franz I) im Jahr 1745 übernahm dieser den Thron; das Haus Habsburg-Lothringen war gegründet; die Habsburger regierten bis ins 20. Jahrhundert den Vielvölkerstaat Österreich; mit dem Attentat auf den Thronfolger Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 wurde nicht nur der erste Weltkrieg ausgelöst, sondern auch das Weltreich der Habsburger aufgelöst.

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