Lexikon Definition für Heide

Heide: (1.)
Landschaftskunde: Auch Haide; bezeichnet eine Landschaftsform mit nährstoffarmen und sauren Böden; Heiden entstanden dadurch, dass große Wälder im Mittelalter abgeholzt wurden und nicht nachgepflanzt wurden; es gibt, je nach Region und Klimazone, verschiedene Typen von Heiden; zum Beispiel die Zwergstrauch-Heide (hier wachsen vor allem Heidekraut, Glocken-Heidekraut, Krähenbeere, Ginster, Gräser, Flechten und Moose; atlantisches Klima) oder die Fels- oder Steppenheide (in sehr trockenen Gegenden, auch auf Kalk, hier kommen mehrere verschiedene Arten vor); Heidelandschaften sind zum Beispiel die Lüneburger Heide in Niedersachsen, die Schorfheide in Brandenburg oder die Dresdner Heide.
Heide: (2.)
Religion: Ältere christliche Bezeichnung für Menschen, die noch nicht getauft wurden; wurde ursprünglich für alle Nichtchristen verwendet; gilt heute als abwertend und wurde daher durch den Begriff ?Nichtchristen? ersetzt.
Heide: (3.)
Kreisstadt in Schleswig-Holstein, 32 km2 groß, ca. 21.000 Einwohner; gehört zum Landkreis Dithmarschen; vor allem der große und unbebaute Marktplatz ist bekannt (4,7 ha groß); an Infrastruktur gibt es neben einem gut ausgebauten Straßennetz auch Eisenbahn- und Busverkehr, sowie in der Nähe einen regionalen Flugplatz; Industriestandort für Landwirtschaft, Textilien, Möbel und Konserven.

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