Lexikon Definition für Hochofen

Hochofen:
Schachtofen mit ca. 20 bis 90 Metern Höhe; die Form gleicht zwei Kegelstümpfen, die aufeinander gestellt sind; an der Unterseite schließt das Gestell mit dem Bodenstein ab; wird zur Herstellung von Roheisen aus Eisenerz verwendet, indem Koks als Brennstoff und Kalk als Bindemittel zugesetzt werden; die erwärmte Luft aus dem Winderhitzer dient als Wärmeträger sowie zur Verbrennung des Kokses; dabei entstehend Reduktionsgase (Kohlenmonoxid), die das Erz stufenweise reduzieren; dadurch entstehen Erze und Schlacke; die Schlacke schwimmt im Gestell über dem Roheisen; Roheisen und Schlacke können dann aus dem Gestell gelassen werden; das Roheisen wird weiterverarbeitet und die Schlacke entsteht als Nebenprodukt und kann ebenfalls verwendet werden (zum Beispiel für Beton oder im Eisenbahnbau).

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