Lexikon Definition für Holz

Holz: (1.)
Stamm, Äste und Zweige von Bäumen und Sträuchern; jenes Gewebe, das sich unter der Rinde befindet und vom Kambium nach innen gebildet wird; kennzeichnend ist die Einlagerung von Ligninen in der Zellwand; bedeutender Rohstoff, der nachwächst; man unterscheidet Nadelholz, Laubholz und Tropenholz, wobei letzteres aufgrund der Herkunft zu unterscheiden ist; die Jahresringe entstehen durch das Kambium, welches im Frühjahr weitporig und im Sommer engporig ist; die einzelnen Holzarten lassen sich durch die Rohdichte, den Schwindungskoeffizienten, die Festigkeit sowie die Resistenz unterscheiden; es gibt Kernholzbäume (Kiefer, Lärche, Eibe, Eiche, Ulme), Splint-Bäume (Tanne, Fichte, Ahorn, Rotbuche) und Bäume ohne Verkernung (Linde, Pappel, Weide); Bäume lassen sich unterschiedlich einteilen: a) nach der Holzmessanweisung in Derb-Holz, Reisig-Holz und Stock-Holz; b) nach der Nutzung in Nutz-Holz und Brenn-Holz; Holz dient als Baustoff, als Konstruktionswerkstoff, als Ausstattungsmaterial, als Grundstoff in der Industrie (Industrieholz) und in verschiednen Formen als Brennstoff (Brennscheit, Brennknüppel, Brennreisig).
Holz: (2.)
Ortsteil der Gemeinde Jüchen; besteht aus Neu-Holz und Alt-Holz, wobei Alt-Holz durch den Braunkohletagebau unbewohnbar geworden ist; Neu-Holz liegt im Westen von Jüchen mit etwa 500 Einwohnern.
Holz: (3.)
Arno Holz; deutscher Schriftsteller mit dem Pseudonym Bjarne Peter Holmsen; geboren am 26. April 1863 in Rastenburg, gestorben am 26. Oktober 1929 in Berlin; der Gedichtband ?Phantasus? von 1898/99 gilt als sein Hauptwerk; weitere Werke des Dramatikers: ?Die Kunst, ihr Wesen und ihre Gesetze? aus den Jahren 1891/92; ?Buch der Zeit, Lieder eines Modernen? aus dem Jahr 1886; ?Die Familie Selicke? aus dem Jahr 1890; ?Traumulus) aus dem Jahr 1904 oder ?Sonnenfinsternis? aus dem Jahr 1908.

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