Lexikon Definition für Irak

Irak:
Autoritäre präsidale Republik Irak, amtlich arabisch Al-Djumhurijja al-Irakijja; Staat in Vorderasien am Persischen Golf; Hauptstadt Bagdad; Amtssprachen sind Arabisch und regional auch Kurdisch; ca. 327.000 km2 groß; ungefähr 27 Millionen Einwohner; gehört neben Ägypten, Israel, den Palästinensischen Autonomiegebieten, Jordanien, Syrien und Libanon zu den Maschrek-Staaten; gehört zum Orient; liegt zwischen Euphrat und Tigris zum großen Teil auf dem Gebiet des früheren Mesopotamien; im Norden steigt das Land mit den Gebirgen Taurus und Zagros stufenförmig bis zum armenischen Bergland; im Westen und Südwesten sind Wüsten oder Wüstensteppen in einem leicht welligen Tafelland; westlich des Euphrat liegt die Syrische Wüste; Hauptanbaugebiet und das wirtschaftlich am meisten genutzte Land sind die Täler in den Bergregionen sowie die Landschaft im ehemaligen Mesopotamien; das Klima ist im Sommer sehr heiß und im Winter mild, wobei im Winter mit den meisten Niederschlägen zu rechnen ist; die Bevölkerung besteht zum Großteil aus Arabern, weiters aus Kurden sowie Minderheiten (Türken, Turkmenen, Armenier, Iraner usw.); neben dem geografischen, politischen und kulturellen Zentrum Bagdad sind auch die Städte Basra, Mosul, Hewler und Silemani wichtige Ballungszentren; der Irak besteht aus 18 Governements; trotz großer Erdöllagerstätten wurde der Irak durch drei Kriege zu einem der ärmsten Entwicklungsländer; neben dem Vorkommen von Erdöl und Erdgas ist die Landwirtschaft ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, während die Industrie (Petrochemie, Lebensmittel, Textilien) wenig entwickelt ist; kulturell gesehen kann der Irak in fünf Gebiete geteilt werden: die kurdische Kultur, die sunnitische Kultur, die schiitische Kultur, die assyrische Kultur und die Kultur der nomadischen Marsch-Araber.

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